Symptome des Usher-Syndroms

  • Nachtblindheit
  • Blendempfindlichkeit
  • zunehmende Gesichtsfeldeinschränkung

Nachtblindheit (Vergleich)


1, 3: Normalansicht

2: Nachtblindheit

Meistens sehen nachtblinde Menschen nur beleuchtete Orte. Die Umgebung sehen sie sehr schlecht oder gar nicht. Bei normalem Tageslicht:

4: Normalsicht

5: Langsame Anpassung

Nachtblinde Menschen sehen nicht nur Nachts oder im Dunkeln schlecht. Ihr Auge braucht auch sehr lange für die Anpassung vom Hellen ins Dunkle oder umgekehrt. Die Anpassung kann bis zu 10 Min. dauern.

Blendempfindlichkeit

6: Normalsicht

7: Blendempfindlichkeit

Betroffene sind oft sehr blendempfindlich. Kontraste verschwinden und die Umgebung kann kaum noch erkannt werden, dies vor allem bei hellen Gegenständen (weißes Auto, Hemd usw.). Mit besonderen Sonnenbrillen (Filtergläser) mit Seitenschutz und Hutkrempen, die das Gesicht beschatten, kann die hohe Blendung reduziert werden.

Ein weiterer Grund für die Blendempfindlichkeit ist der häufig beim Usher Syndrom auftretende Graue Star (Katarakt).

Gesichtsfeldeinschränkung

8: Normalsicht

Normalsicht

9: Gesichtsfeldeinschränkung

Tunnelsehen

Gutsehende Menschen sehen dieses Bild (Bild 8) mit einem ca. 170° Winkel. Bei den Betroffenen ist der Sehrest sehr unterschiedlich. Im Erwachsenenalter sehen die meisten mit einem so genannten „Tunnelsehen“ oder „Röhrenblick“ (Bild 9).

10: Normalsicht

Normalsicht

11: Gesichtsfeldeinschränkung

Tunnelsehen

Eine betroffene Person sucht die Eingangstür und findet die Tür (Bild 9). Sie ist unsicher, ob es der richtige Zug ist und schaut schnell auf die Tafel. Es ist der richtige Zug, und deshalb möchte sie zur Tür gehen, findet sie aber nicht mehr (Bild 11). Sie sah nicht, dass inzwischen Personen dazu gekommen sind (Bilder 8 und 9).

Quelle: Bilder von Retina Suisse

Weiterführende Informationen:  Was ist Usher Syndrom?

Einleitung
3 Formen des Usher-Syndroms

Seheinschränkungs-Simulation
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