Nichts hören, nichts sehen, nur fühlen

Viele Menschen können sich nicht vorstellen, was es bedeutet taubblind zu sein. Das Leben in einer stillen und dunklen Welt sind nicht die einzigen Schwierigkeiten mit denen die Taubblinden zurechtkommen müssen. Ein zusätzliches Problem besteht darin, dass Taubblindheit als eigenständige Behinderung bis jetzt nicht anerkannt ist. Daraus folgt eine Fehlversorgung innerhalb der Gesellschaft und Ansprüche, wie z.B. die Bezahlung einer Taubblindenassistenz können nicht geltend gemacht werden.

Ausführliche Informationen hierzu erhalten sie unter Spiegel-Online

Tagesseminar Hörsehbehinderten-, Taubblindenarbeit im BSBH

Informationen, Austausch, Perspektiven

Dieses Tagesseminar richtet sich an hörsehbehinderte und taubblinde Mitglieder des BSBH, deren angehörige sowie an dem Thema Interessierte. Der Vormittag dieses Seminares dient zunächst der Information und dem Austausch. Dann freuen wir uns sehr unseren Gast Thomas Brumann aus der Fachgruppe Taubblind in NRW begrüßen zu dürfen. Thomas Brumann ist 48 Jahre alt, taubblind, er ist sehr optimistisch, selbstbewusst und unabhängig! Herr Brumann wird uns über sein Leben und seine Arbeit im Vorstand der Fachgruppe Taubblinder NRW berichten!
Diese Fachgruppe ist eine sehr große Gruppe, mit derzeit 62 taubblinden und hörsehbehinderten Mitgliedern. Viele Fragen stellen sich da, z.B. wie wir die Arbeit im BSBH gestalten können, damit taubblinde Menschen sich eingeladen fühlen aber natürlich auch, was alles dazu gehört ein unabhängiges, selbstständiges Leben als taubblinder Mensch zu führen. Ein grundlegender Baustein dazu ist die Ausbildung und Gewährung von Taubblindenassistenz, Thomas Brumann wird begleitet von seiner Taubblindenassistentin, auf die wir uns ebenfalls sehr freuen.

Nach der Mittagspause begrüßen wir Frau Köhler von der Firma Baumbach-Hörcom, eine Hörtrainerin, und frau Mönch, eine Vertreterin des  Deutschen Schwerhörigenbundes. Sie werden folgende Themen vorstellen:
– Angabe von vorhandenen Induktionsschleifen auf den Webseiten von kulturellen Einrichtungen, wie Kirchen, Theater, Kinos, sowie der standort der dazu gehörigen geeigneten Sitzreihen. Dies ist ein sehr großes öffentliches Thema des deutschen Schwerhörigenbundes.
– Altersbedingte Schwerhörigkeit , altersbedingte Makula Degeneration, den Akustikern und Hörtrainern ein schon lange bekanntes Thema.
Das noch so gute Hörgerät ist darauf eingestellt, dass der Träger die Trägerin Mimik, Gestik, Körpersprache sehen und ablesen kann.
Welche speziellen Umgebungsbedingungen benötigt ein hörsehbehinderter Mensch um an Kommunikation teilnehmen zu können Einstellung, Säuberung von Hörgeräten, Bateriewechsel mit Sehbehinderung bei den winzigen Geräten.
– Frau Köhler bringt spezifische Hilfsmittel für hörsehbehinderte Menschen von der Firma phonak, wie Lichtvibrationsanlagen, Wecker mit Vibrationskissen, mit.

Termin: Samstag, 27.10.12 in der Zeit von 11.15 bis 17.00 Uhr,
Ort: Eschersheimer Landstraße 80, 60322 Frankfurt

Infos und Anmeldung zu diesem kostenfreien Seminar:
Heike Herrmann, Tel. 06421/166734
Info@Captain-Handicap.de

Kommunikationsassistenten – SZB

Eine wichtige Info vom SZB:
Dort beginnt im März 2013 die 2. Ausbildung zum Taubblindenassistenten, in der Schweiz heißen sie  „Kommunikationsassistenten“. Die Ausbildung ist für alle Deutschsprechende und Deutschschweizerische GS Personen offen. Jedoch haben Interessierte, die in der Schweiz wohnen, Vorrang.

Die Vorankündigung liegt bei.
Nähere Informationen/Anmeldung bitte an:
Beat Marchetti
Schweiz. Zentralverein für das Blindenwesen
Leiter Usher-Infostelle SZB / SGB-FSS
Kompetenzzentrum erworbene Hörsehbehinderung

Mehr Info im Anhang

World Federation of Deaf Blind WFDB 2013 in Maila/Philippinen

Einladung zur 10. Helen-Keller-Weltkonferenz (HKWC) und zur 4. Generalversammlung des weltweiten Verbandes der Taubblinden (World Federation of Deaf Blind – WFDB) 2013

Hiermit lädt WFDB herzlich ein zur 10. HKWC-Konferenz und zur 4. WFDB-General­versammlung im Raum Manila, Philippinen im Oktober / November 2013.
Wir sind zurzeit in Gesprächen mit interessanten Hotels in der Gegend von Manila über Kosten und andere Details etc. Wir werden Sie in unserer zweiten Anküdigung über Datum, Ort und weitere Einzelheiten wie Unterkunft, Spesen, Programm für die Weltkonferenz etc. informieren.

Die Sitzungen der Generalversammlung sind offen und bestehen aus Vertretern von Taub­blinden, die die nationalen Mitglieder repräsentieren (siehe Artikel 5 WFDB Verfassung).

Informationen über Nominierungen und Nominierungsformen für die verschiedenen Posi­tionen im WFDB folgen in späteren Mitteilungen. Bewerbungen und Anträge, die von der Generalversammlung in Betracht gezogen werden müssen, müssen dem Exekutivrat mindestens zwölf (12) Monate vor dem Tag der Generalversammlung vorliegen. Die Tagesordnung und alle relevanten Dokumente im Zusammenhang mit Generalversammlung wird an alle Mitglieder des Generalsekretärs mindestens vier (4) Monate vor dem Tag der Sitzung zugeleitet werden.

Willkommen bei der 10.  HKWC und der 4. WFDB Generalversammlung 2013.

Freundliche Grüße,
Geir Jensen. Generalsekretär WFDB
fndb@fndb.no

Auftaktveranstaltung für Aktionen zum Europäischen Protesttag in Berlin

Wir, Taubblinde, waren bei der Auftaktveranstaltung für Aktionen zum Europäischen Protesttag dabei. Ungefähr 60-70 TBL und TBA waren dort, um mit uns für Anerkennung von Taubblindheit zu kämpfen. Aus Hannover, Köln, Berlin, Hamburg usw. Der Vorsitzender vom BAT e.V. Herr Dieter Zelle war auch mit uns beim Demo. Mit den bemalten Rettungsschirmen und schwarzen TShirts (durch Stiftung Taubblind Leben und BAT e.V. bereitgestellt) gingen wir auf den Strassen. Das war ein grandioser Anblick von uns. Von einigen Leuten, auch sogar ein Polizist wurden wir wegen Kommunikationsform Lormen angesprochen. Es war für uns ein gelungener Tag, denn das Wetter hat auch mitgespielt.
Mehr im folgenden Bericht von Herrn Hans Peters, ganz vielen Dank!
Berichte in PDF und DOC

Einige Bilder  vom 27.4.2012, Dieter Zelle und Sylvia Knörzer. siehe weiter …..

BAT-Seminar – „Wie können wir „Stark werden?“

BAT e.V. bietet in diesem Jahr ein Seminar für Taubblinde und Hörsehbehinderte. Von 2.  bis 4. November 2012 findet das Seminar im Stephanstift in Hannover statt.

Das Thema diesmal wird Empowerment sein, das heisst: „Wie können wir „Stark werden“?.

Es wird auch Referat von einem gehörlosen Psychologen geben, dazu kommt Workshop als praktischer Teil. Es wird für Euch ganz interessant sein, wie wir uns am besten kommunizieren und mit den anderen Menschen umgehen können. Das genaue Programm mit Anmeldungen wird noch folgen.

Eine positive Neuigkeit für Taubblinde mit Taubblindenassistenz haben wir auch: es werden keine Kosten für Assistenz erhoben, d.h. Taubblinde zahlen selber für Übernachtung, Fahrkosten, Teilnahmegebühr. Assistenz brauchen nicht für Übernachtung, Verpflegung zu zahlen. Genaue Informationen kommen erst im Mai/ Juni. Wir bitten Euch, dass Ihr euch dieses Wochenende schon jetzt vormerken werdet.

Anmeldung für das Seminar in Hannover  – DOC und PDF
Einladung – DOC und PDF
Tagesprogramm – DOC und PDF

Für weitere Fragen stehen wir euch gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße
BAT-Vorstand

Merkzeichen für taubblinde Menschen gefordert

14.000 UNTERSCHRIFTEN AN DAS BUNDESMINISTERIUM FÜR ARBEIT UND SOZIALES ÜBERGEBEN

Die Stiftung „taubblind leben“ unterstützt taubblinde Menschen besonders bei der Wohnsituation, aber auch mit Beratungen und anderen Maßnahmen. 2010 startete die Stiftung eine Unterschrifteninitiative für die Anerkennung der Taubblindheit als eigenständige Behinderung und für die Einführung eines Merkzeichens.

Mehr Infos im Gebärdenwelt – Mit Gebärdensprache in ÖGS

Quelle: Gebärdenwelt.at

Unterschriftenübergabe an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Die Übergabe der 14.000 Unterschriften, auf die Sie schon einige Zeit warten, hat am 29.03.2012 stattgefunden. Gemeinsam mit den Vorsitzenden Dieter Zelle für die Bundesarbeitsgemeinschaft der Taubblinden e.V. und Michael Graefen für Leben mit Usher-Syndrom e.V. hat Irmgard Reichstein, die 1. Vorsitzende der Stiftung taubblind leben, 6 Aktenordner an Gitta Lampersbach, Leiterin der Abteilung V des BMAS, im Anschluss an eine Podiumsdiskussion zum Thema überreicht.

bergabe

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die unterschrieben und Unterschriften gesammelt haben. Wir danken ganz besonders dem Paritätischen Gesamtverband, dessen Vorstandsvorsitzender Herr Dr. Jüttner und seine Organisation wesentlich zum Zustandekommen dieser Übergabe beigetragen haben. Und ebenso danken wir den vielen Verbänden und Unterstützern, die sich in großer Einigkeit stark machen für ein Merkzeichen Taubblind und daran geknüpfte sinnvolle Maßnahmen.

Etwa 40 geladene Gäste aus Politik und Verbänden waren in den Amtssitz des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen gekommen. Dort fand ein halbtägiges Fachgespräch zu Taubblindheit statt, in dem besonders die Vertreter der Betroffenen einmal mehr eindrucksvoll die Lebenslage und den dringenden Handlungsbedarf deutlich gemacht haben.

Schon in ihrer Eröffnungsrede machte Frau Lampersbach deutlich, dass taubblind etwas anderes ist als blind und taub. Diese von allen Anwesenden geteilte Auffassung ist aus unserer Sicht wesentliche Basis dafür, zur Anerkennung von Taubblindheit als eigenständiger Behinderung zu kommen und damit zum Merkzeichen Tbl und sinnvollen Leistungen für die Betroffenen. Besonders Assistenz ist unverzichtbar, das wurde an diesem Tag allen sehr deutlich.

Ein Anfang ist gemacht, so war allseits die Ansicht der Anwesenden. Die Bereitschaft von Frau Lampersbach, die Unterschriften anzunehmen, gibt uns Hoffnung. Wir vertrauen darauf, dass das Ministerium der Verantwortung, die damit übernommen wurde, gerecht werden wird. Wir hoffen, das dem so gemachten Anfang konkrete Schritte und Taten folgen werden. Wir stehen bereit, diesen Prozess in guter Kooperation zu unterstützen.

Unter diesem Link
finden Sie zu Ihrer weiteren Information das Manuskript der Rede, die Irmgard Reichstein mit kleinen Abweichungen und Ergänzungen gegen Ende der Veranstaltung vor der Unterschriftenübergabe gehalten hat.

Redemanuskript als Word Dokument
Zur Meldung des DBSV zur Unterschriftenübergabe

Quelle: stiftung-taubblind-leben.de

Lehrgang zur Förderung der Orientierung und Mobilität bei Usher Typ 1 Betroffenen

Vom 27. Oktober – 09. November 2012 führt IRIS wieder einen Intensivlehrgang „Orientierung und Mobilität“ durch. Der Lehrgang dauert zwei Wochen. Die erste Woche findet in Timmendorfer Strand, die zweite Woche in Hamburg statt.

siehe Infoblatt