Pressemitteilung: Richtlinien für bessere Inklusion in der Gebärdensprachgemeinschaft

Unsere BAT-Gemeinschaft, die aus vielen Mitstreitern besteht, hat drei Richtlinien erstellt. 

Hierbei geht es 

  1. um Online-Dolmetschen
  2. Untertitel / Gebärdensprache im Internet / auf Guide-Geräten 
  3. Teilnahmemöglichkeiten an Veranstaltungen (Sitzplätze und Sitzordnungen). 

    In der Zukunft soll es für hörsehbehinderte und taubblinde Menschen hierbei Verbesserungen geben.

Beispiel zu 1:
Die hörsehbehinderte Person möchte gerne mit einem Freund sprechen. Dafür nutzt sie ein Online-Format (z.B. TESS). Bei der Videoübermittlung sind die Lichtverhältnisse schlecht und der Hintergrund ist weiß. Die betroffene Person kann die Dolmetscherin nicht deutlich sehen und kann deshalb nicht alles verstehen was gebärdet wird.

Lösung:
Die Dolmetscherin kann einen dunklen Vorhang im Hintergrund anbringen, den sie bei Bedarf zu ziehen kann. Zusätzlich sollte sie eine weitere Lampe anschalten, damit sie besser zu sehen ist.

Beispiel zu 2:
Die hörsehbehinderte Person hat Probleme, ein Youtube-Video oder einen Onlinevortrag zu verstehen. Der Hintergrund ist in der Farbe Weiß. Auch die Untertitel sind nicht gut zu lesen, da eine klare Markierung fehlt und die Schriftfarbe Weiß ist. Das Video und der Vortrag sind nicht barrierefrei für die hörsehbehinderten und taubblinden Menschen.

Lösung:
Hintergrunde in Videos sollten in dunkler Farbe gehalten werden. Die Untertitel sollten mit einem schwarzen Balken hinterlegt sein, damit die weiße Schrift darauf gut zu lesen ist.

Beispiel zu 3:
Die hörsehbehinderte Person möchte gerne im Kino einen Film ansehen. Vorher hat sie zwei Tickets bestellt und um Platzreservierung gebeten. Als der Mann mit seiner Frau in das Kino kommt, sollen sich beide ganz vorne vor die Leinwand setzen. Dort hat der Veranstalter für sie die beiden Plätze reserviert.Der Veranstalter wusste nicht, dass für hörsehbehinderte Menschen sowie Menschen mit Usher-Syndrom die Größe der Leinwand entscheidend ist. Bei einer großen Leinwand sind Sitzplätze mittig in den hinteren Reihen optimal, bei einer kleinen Leinwand sind Sitzplätze mittig in den hinteren und mittleren Reihen optimal.

Lösung:
Vor der Veranstaltung sollte die hörsehbehinderte Person den Veranstalter darüber informieren, wo sie am besten sitzen möchte. Dann sollte sie vor Beginn der Veranstaltung dort sein und die Plätze prüfen.

Alle drei Richtlinien wird der Vorstand der BAT der Gebärdensprachgemeinschaft (Dolmetscherverbänden, Dolmetscher-Dienste, Institutionen, usw.) und den Verbänden vorlegen. Bei Fragen können gerne alle mit uns Kontakt unter info@bundesarbeitsgemeinschaft-taubblinden.de aufnehmen. Alle sollen sich für hörsehbehinderte und taubblinde Menschen einsetzen und helfen ihre Bedürfnisse umzusetzen und zu stärken.

Taubblindengeld soll in Hessen kommen

Pressemitteilung 

Gehörlosen- und Taubblindengeld soll in Hessen kommen

Dirk Bachmann, Mitglied das hessischen Landtags der CDU-Partei hat bekannt gegeben, dass das Gehörlosen- und Taubblindengeld in Hessen kommen soll. Der Landtag stellt die Finanzmittel für das Jahr 2021 zur Verfügung. Anfang 2021 soll das Gesetz verabschiedet werden. Das bedeutet, es soll bestätigt werden und in Kraft treten. Es ist geplant, dass schon ab Anfang Juli 2021 die Gehörlosen und Taubblinden das Geld in Hessen bekommen.

Quelle: https://www.taubenschlag.de/2020/11/gehoerlosen-und-taubblindengeld-wird-in-hessen-kommen/

European Deafblind Union EDbU – Bericht

European Deafblind Union EDbU – Bericht von Dieter Zelle (BAT e.V.)
über die 6. Generalversammlung vom 3.-6. Juni 2019 in Budapest – in PDF und DOC zu lesen.

Wir danken dem Bundesministerium für die finanzielle Unterstützung der GSD und TBA. Ohne diese wäre eine Teilnahme nicht möglich gewesen.





Mitgliederversammlung in Frankfurt am 25. April fällt aus!

Liebe BAT-Mitglieder!

Hiermit teilt unser BAT-Vorstand Euch leider mit, daß die Mitgliederversammlung mit Wahl am 25.April in Frankfurt ausfallen muss,

Hauptgrund: Coronavirus.

Verschiebung auf unbestimmte Zeit (entweder im Herbst in anderer Stadt oder im nächsten Jahr)

Mit taktilfreundlichen Grüßen
Dieter Zelle
1. Vorsitzender

Vorbericht zur EDBU – Generalversammlung in Budapest

Vom 4.-6. Juni 2019 findet die 6. EDBU Generalversammlung in Budapest (Ungarn) statt. Vom BAT e.V. werden Inna Shevchuk und Dieter Zelle mit 3 Taubblindenassistenten und 2 Gebärdensprachdolmetschern nach Budapest fliegen und an der Versammlung teilnehmen. Neben der Generalversammlung finden auch die Jugend- und Frauenforen statt. Im Rahmen der Versammlung findet auch das 25 jährige Jubiläum des Taubblindenverbands Ungarn statt. Die Teilnahme in Budapest ist durch die Finanzierung des BMAS ermöglicht worden. Nach der Veranstaltung werden wir einen Bericht verfassen und veröffentlichen.

Mehr Informationen über diese Veranstaltung ist unter den Link zu lesen: http://www.edbu.eu/edbu-deafblind-conferences-general-assemblies/edbu-2019/

Verleihung des 2. Thüringer Selbsthilfepreises

Am 1. November 2018 fuhr ich ganz entspannt nach Erfurt und holte die Taubblindenassistentin Frau Müller ab, die mich zur Verleihung des Selbsthilfepreises in das Hotel „Victor’s Residenz“ begleitete. Aber was dann kam, hat mich völlig überrascht. Der Verband der Ersatzkassen (vdek) übergab im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Victors Residenzhotel Erfurt den zweiten Thüringer Selbsthilfepreis der Ersatzkassen Thüringen. Der 2. Thüringer Selbsthilfepreis wurde diesmal für besonderes Engagements in der gesundheitsbezogenen Selbsthilfearbeit vergeben. Der Leiter der vdek-Landesvertretung Thüringen Dr. Arnim Findeklee eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßungsrede. Danach sprach die Thüringer Sozialministerin Frau Heike Werner ein Grußwort, und auch der Vorsitzende des Landesausschusses der Ersatzkassen KKH in Thüringen Herr Peter Schneider hielt eine Festrede. Zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen dolmetschten uns. Als die Vorsitzende der Max Zöllner Stiftung Frau Katrin Matzky sprach, erschien auf der Leinwand unser Name und was wir als SHG alles für unsere Mitglieder machen. Es überraschte mich, dass sie über die SHG Taubblinde Thüringen sprachen und formulierten, wie wichtig es ist, sich als Betroffene oder Betroffener der SHG anzuschließen. Aus den Händen von Herrn Dr. Arnim Findeklee, Frau Heike Werner, Frau Matzky, Herrn Schneider erhielt nach der Preisverleihung die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe Taubblinde Thüringen Frau Irmtraud Sieland neben einer Urkunde einen Scheck in Höhe von 1500 €. Irmtraud Sieland gebärdete folgende Dankesworte: „Ich freue mich über diese Ehrung als Auszeichnung für unsere Mitglieder.“ Zur Verleihung des Selbsthilfepreises gab es ein tolles Programm mit interessanten Fachvorträgen, musikalischen Intermezzi und Dankesworten der Preisträger. Den Abschluss bildete ein Mittagsbuffet mit Gelegenheit zu geselligen und gelungenen Unterhaltungen. Es war also mehr als nur eine gelungene Überraschung. Die Verleihung des Preises ist Ansporn, so weiter zu machen wie bisher. Die Mitglieder unserer SHG und die Gäste sind stolz auf den an unsere SHG verliehenen Selbsthilfepreis. Wir bedanken uns herzlich und es folgen die Fotos für die Presse.


Claudia Middendorf (LBB) besucht taubblinde Menschen

An ihrem 73. Arbeitstag besuchte die neue Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung Claudia Middendorf das Taubblindenassistenz-Projekt in Recklinghausen. Dort traf sie auf fünf selbst betroffene Menschen, die aus ihrer Lebenssituation berichteten. Es wurde sehr deutlich, dass taubblinde Menschen in hohem Maße auf Taubblindenassistenz angewiesen sind, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Vieles muss hier noch umgesetzt werden. Frau Middendorf nahm die Anregungen der Betroffenen auf, um sich in ihrer Arbeit dafür einzusetzen.
mehr Info lesen …

Neue Vorstand der BAT e.V.

Die BAT e.V. möchte Euch gerne mitteilen: Am 14. Oktober 2017 hat die Mitgliederversammlung in Köln stattgefunden und es wurde der​ Vorstand gewählt.

1. Vorsitzender Dieter Zelle (wiedergewählt)
2. Vorsitzender Sebastian Wegerhoff (neu gewählt)
3. Vorsitzende Inna Shevchuk (neu gewählt)
1. Kassiererin Irmtraud Sieland (wiedergewählt)
2. Kassierer Dietmar Soremba (neu gewählt)
Protokollführerin Gudrun Marklowski-Sieke (neu gewählt)
Organisationsteam Ines Desjardins (wiedergewählt) und Julia Fricke (neu gewählt)
1. Beisitzer Uwe Zelle (wiedergewählt)
2. Beisitzer Christian Enk (neu gewählt)

Stellenausbreibung: Projektkoordinatorinnen / Projektkoordinatoren

Für die Stellen suchen wir Menschen, die selbst taubblind sind.
Wir wollen allen Mut machen, sich zu bewerben.
Es gibt viel Unterstützung für die Mitarbeitenden.
Der Arbeitsort kann sich auch nach dem Wohnort der Bewerber richten.

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) ist der Spitzenverband der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe in Deutschland. 20 Landesvereine und mehr als 30 Fachorganisationen und spezialisierte
Einrichtungen vereinigen sich unter seinem Dach. Informationen zum Verband finden Sie unter www.dbsv.org.

Der DBSV plant ein Projekt zur politischen Partizipation taubblinder Menschen. Kooperationspartner sind:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Taubblinden (BAT),
Leben mit Ushersyndrom (LMU) und
Pro Retina Deutschland.

Dafür suchen wir baldmöglichst zwei Projektkoordinatorinnen / Projektkoordinatoren (Teilzeit; je 20 Wochenstunden).

Diese sollen selbst hörsehbehindert bzw. taubblind sein. Eine Person soll möglichst aus der lautsprachlichen Kultur und eine aus der Gehörlosenkultur kommen. Das Projekt läuft drei Jahre. Die taubblinden Mitarbeitenden sollen von Arbeitsplatzassistenz und einer weiteren hörenden und sehenden Person unterstützt werden. Der Arbeitsort kann in Berlin sein, er kann sich evtl. aber auch nach den Bedürfnissen der Mitarbeiter/innen richten.
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