Stellenausbreibung: Projektkoordinatorinnen / Projektkoordinatoren

Für die Stellen suchen wir Menschen, die selbst taubblind sind.
Wir wollen allen Mut machen, sich zu bewerben.
Es gibt viel Unterstützung für die Mitarbeitenden.
Der Arbeitsort kann sich auch nach dem Wohnort der Bewerber richten.

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) ist der Spitzenverband der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe in Deutschland. 20 Landesvereine und mehr als 30 Fachorganisationen und spezialisierte
Einrichtungen vereinigen sich unter seinem Dach. Informationen zum Verband finden Sie unter www.dbsv.org.

Der DBSV plant ein Projekt zur politischen Partizipation taubblinder Menschen. Kooperationspartner sind:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Taubblinden (BAT),
Leben mit Ushersyndrom (LMU) und
Pro Retina Deutschland.

Dafür suchen wir baldmöglichst zwei Projektkoordinatorinnen / Projektkoordinatoren (Teilzeit; je 20 Wochenstunden).

Diese sollen selbst hörsehbehindert bzw. taubblind sein. Eine Person soll möglichst aus der lautsprachlichen Kultur und eine aus der Gehörlosenkultur kommen. Das Projekt läuft drei Jahre. Die taubblinden Mitarbeitenden sollen von Arbeitsplatzassistenz und einer weiteren hörenden und sehenden Person unterstützt werden. Der Arbeitsort kann in Berlin sein, er kann sich evtl. aber auch nach den Bedürfnissen der Mitarbeiter/innen richten.

Infoblatt über das Merkzeichen „TBl“ für Menschen mit Hörsehbehinderung/Taubblindheit

Mit diesem Schreiben erhalten Sie ein Informationsblatt über das Merkzeichen TBl für Menschen mit Taubblindheit/Hörsehbehinderung. Dieses Informationsblatt wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Taubblindheit und Deutschen Blinden- und Sehbehinderten Verband e.V. erstellt.

Seit dem 30. Dezember 2016 ist Taubblindheit in Deutschland als eigenständige Behinderung anerkannt. Mit der Veröffentlichung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) im Bundesgesetzblatt wurde das Merkzeichen TBl – taubblind – für taubblinde Menschen im Schwerbehindertenausweis eingeführt.

Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung selbstbestimmte Teilhabe taubblinder Menschen, im Sinne der UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderung, getan. Mit der Einführung des neuen Merkzeichens TBl, ist die Behinderung nachweisbar.

Dieses Informationsblatt enthält grundlegende Informationen, über das Merkzeichen TBl und zeigt ebenfalls, die wesentlichen Schritte zur Antragsstellung des Merkzeichens im Schwerbehindertenausweis.

Informationsblatt herunterladen

Einladung zur Mitgliederversammlung im Oktober 2017 in Köln

Sehr geehrte Mitglieder und Gäste,

unsere diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung mit Wahl findet vom 13. bis 15. Oktober im Jugendherberge Köln-Deutz, Siegesstr. 5, 50679 Köln statt.

Weitere Infos:
Programmablauf: DOC und PDF
Anmeldung für die Gäste: DOC und PDF
Anmeldung für die Übernachtung: DOC und PDF

Auf Eure Teilnahme freut sich
Der Vorstand

Das Merkzeichen TBL ist endlich da!

Am 16. Dezember 2016 hat der Bundesrat beschlossen.
Das Merkzeichen „TBL“ im Schwerbehindertenausweis ist nun offiziell und soll ab 2017 eingeführt werden! Mit der Entscheidung der Bundesregierung, zukünftig das Merkzeichen „TBL“ zu übernehmen, sind wir Taubblinden überglücklich. Das ist für uns ein großer Erfolg in Richtung Teilhabe und Gleichberechtigung! Im nächsten Schritt muss nun definiert werden, welche Leistungen und Ansprüche sich aus dem Merkzeichen „TBL“ ableiten.
Wir schätzen das sehr, weil damit die Teilhabe am Leben und Selbstbestimmtheit in der Gesellschaft ermöglicht wird.
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An allen beteiligten Verbände, Selbsthilfegruppen und aktiven Mitstreiter, die sich beim Kampf für die Einführung des Merkzeichens „‘TBL“ unterstützt haben, möchten wir uns ganz herzlich bedanken! Dass wir das geschafft haben, ist auch euer Verdienst!

Eine Rückblende:
Am 3. Oktober 2013 fand eine Demo mit dem Motto „Taubblinde in Isolationshaft“ in Berlin statt. An diesem Tag sind ca. 400 Taubblinde gekommen. Es fand auch eine Unterschriftenaktion von der Stiftung Taubblind leben, die sehr erfolgreich war. Mehr als 12.000 (!) Unterschriften für die Rechte Taubblinder Menschen wurden damals an das BMAS übergegeben.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Taubblinde (BAT e.V.) und anderen Verbände erkämpfte für die Einführung des Merkzeichen fast 10 Jahre lang. Wir freuen uns, dass wir der Teilhabe und Selbstbestimmung mit dem Bundesteilhabegesetz einen Schritt näherkommen werden. Im Rahmen unserer Möglichkeiten wollen wir weiterhin alle Ressourcen und Kräfte mobilisieren und für unsere Belange kämpfen und uns dafür einsetzen, dass das BTHG in weiteren Teilschritten überarbeitet und ergänzt wird. Taubblinde Menschen warten auf schnelle Leistungen, insbesondere auf Taubblindenassistenz, Dolmetschung, Hilfsmittel und rehabilitative Leistungen.

Bildungswoche für taubblinde Menschen in Heyerode

AUSGEBUCHT! — AUSGEBUCHT!

Liebe Freunde!

Die Einladung zum Freizeit 2017 in Heyerode mit einem ausführlichen Programm und Anmeldeformular ist fertig. Wir wollen auch nächstes Jahr wieder zusammen mit Euch bei Wandern, Ausflüge, Tandem, Lagerfeuer, Spiel, Sport, Spaß und natürlich Geschichten & Kultur eine unvergessliche Zeit erleben.

Wir freuen uns schon darauf und wir hoffen, Du bist dabei!

Wann: vom 23. bis 29. April 2017
Wo: Landgasthof und Erholung „Alter Bahnhof“, Bahnhofstraße 69, 99988 Heyerode

Internet: http://www.landgasthof-hainich.de/

Wichtiger Hinweis: Wir bitten um sofortige Anzahlung in Höhe von 100,00 € pro Person bei der Anmeldung und den Restbetrag bis zum 20.03.2017 auf folgende Koto:  Siehe Anlage!

WORD
Bildungswoche 1 DOC
Bildungswoche 2 DOC
Programm DOC

PDF
Bildungswoche 1 PDF
Bildungswoche 2 PDF
Programm PDF

Anmeldeschluss bis 10.01.2017 – AUSGEBUCHT! — AUSGEBUCHT!

Mit freundlichen Grüßen
BAT – Organisationsteam

Merkzeichen aHS anstatt TBL?

Der Bundesrat hat am 23.09.2016 die Stellungnahme zum Entwurf vom Bundesteilhabegesetz geschrieben, dass das Merkzeichen für taubblinde Menschen im Schwerbehindertenausweis „aHS“ (außergewöhnlich hörsehbehindert) nicht „TBL“ genannt werden soll.

Die Begründung vom Bundesrat: Ein Großteil der Betroffenen ist weder taub und noch blind im Sinne der bereits geltenden gesetzlichen Bestimmungen.

In der ganzen Welt spricht man von deafblind. Man spricht auch von deafblind, wenn die Hör- und Sehreste vorhanden sind, aber eben nicht reichen, um Kommunikation und Mobilität sicherzustellen. Der eine Sinn kann den anderen nicht ausgleichen. Der Hilfsbedarf potenziert sich. Taubblinde Menschen brauchen besonders viel Unterstützung, vor allem Assistenz. Wir sollten darüber sprechen, wie wir taubblinden Menschen endlich helfen und nicht über eine Benennung diskutieren, die weltweit einheitlich und klar definiert ist.

Taubblinde Menschen haben einen HÖHEREN Unterstützungsbedarf, daran besteht kein Zweifel. Angesichts der UN-BRK und der Not taubblinder Menschen müssen wir schnell zu einer flächendeckenden Übernahme der Taubblindenassistenzkosten durch Staat/Land/Stadt und Kommunen oder andere Träger kommen.

Menschen mit etwas mehr Hör- oder Sehresten können unter optimalen Bedingungen vielleicht noch etwas akustisch verstehen oder z.B. bei Tage noch etwas sehen. Bei Umfeld Geräusch, wie es nun mal realistisch in der Gesellschaft vorhanden ist oder bei Dunkelheit sind sie auch taubblind und haben in diesen Situationen einen taubblindenspezifischen Bedarf. Hierfür gibt es doch Teilhabekonferenzen, sie klären den genauen Bedarf.

Wir sind nicht mit aHS einverstanden, das ist eine große Benachteiligung für uns. Wir wollen endlich die Anerkennung des besonderen Unterstützungsbedarfs taubblinder Menschen. Wir möchten endlich Leistungen, die unsere Teilhabe sichern. Wir protestieren gegen weitere Verzögerungen. Wir wollen endlich weg von einer additiven Betrachtung beider Einschränkungen, die unsere Behinderung in Hör- und Sehbehinderung aufteilt.

Wir fordern auch dazu: Taubblindheit muss endlich als eigenständige Behinderung muss anerkannt und die Bedarfe gesetzliche verankert werden.

Der GFTB (Gemeinsamer Fachausschuss taubblind, BAT e.V. ist aktiver Mitglied im Fachausschuss) schreibt eine gemeinsame Stellungnahme an den Bundesrat, dass wir damit nicht einverstanden sind.

Wir kämpfen weiter für das Merkzeichen TBL und Unterstützungsleistungen, die uns ein selbstbestimmtes Leben und Teilhabe endlich ermöglichen.

Dieter Zelle
1. Vorsitzender der BAT e.V.

Mitgliederversammlung mit Wahl des BAT-Vorstandes

Wir möchten ankündigen, dass die Mitgliederversammlung von 13.- 15.10.2017 stattfinden wird.

Diesmal in Köln/NRW. Außerdem wird das Wahlen des BAT-Vorstandes stattfinden. Die Mitgliederversammlung mit Wahlen wird mit einem bunten Programm begleitet. Für die Unterkunft und Raumnutzung haben wir die Jugendherberge in Köln genommen. Das genaue Programm wird später erfolgen.

Die BAT-Mitglieder bekommen die Einladungen zur Mitgliederversammlung zugeschickt.
Für BAT-Vorstand suchen wir die neuen und motivierten Kandidaten. Sie können sich gerne bei uns melden.

Wir würden uns auch über die Vorschläge von neuen Kandidaten für BAT-Vorstand freuen.

Taktile Grüßen
BAT-Vorstand

Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesteilhabegesetzes – vom GFTB

Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesteilhabegesetzes im Hinblick auf die Teilhabe taubblinder Menschen

Sehr geehrte damen und Herren,

der gemeinsame Fachausschuss hörsehbehindert / taubblind ist der Zusammenschluss aller Selbsthilfeorganisationen, Verbände und Einrichtungen von und für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen. Zum Gesetzentwurf bringen wir aus Sicht der Teilhabe taubblinder Menschen folgende Vorschläge ein:

Die Stellungsnahme finden Sie hier: PDF und DOC

Wir waren dabei – Europäischer Protesttag in Berlin

Am 4. Mai 2016 auf der Demo in Berlin war BAT e.V. mit vielen Vorstandsmitgliedern vertreten. Viele Taubblinde, Hörsehbehinderte und Freunde waren dem Aufruf vom Deutschen Gehörlosenbund gefolgt. Wir waren sehr erfreut, dass Ihr auch aus anderen Bundesländern gekommen wart.

Helmut Vogel, Deutschen Gehörlosenbund-Präsident, hat auch auf der Bühne vor dem Bundeskanzleramt unsere Situation als Taubblinde Menschen beschrieben. Es ist sehr beschämend für die Deutschen Bundesregierung, dass wir z.B. immer noch keine Anerkennung unserer Taubblindheit haben. Im 2004 hat die Europäische Parlament die Empfehlung gegeben, dass die Taubblindheit eine eigenständige Behinderung ist und auch somit anzuerkennen. Deutschland hinkt dahinter.

Danach waren wir zu Fuß vom Kanzleramt zum Brandenburger Tor gemeinsam gegangen. Von 14 bis 15.30 fand das Programm auf der Bühne statt, wo die verschiedenen Vertreter von den Behindertenverbänden auf der Bühne die Forderungen gestellt hatten. Sehen statt hören-Team war auch dabei.

Wir müssen weiterhin kämpfen, für die Verbesserung der Bundesteilhabegesetz (BTHG), und auch für unsere Anerkennung der Taubblindheit und auch für Einführung des Merkzeichens TBL.

Auch herzlichen Dank für Eure freiwilligen Spenden vom 4.5.2016.

Taktile Grüße
BAT e.V.

Weitere Berichte sind auf den Link zu entnehmen.

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/33657/An-der-Spitze-ein-Paradetruck.htm

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/33673/Robodeaf-Video-vom-Protesttag.htm

http://www.gehoerlosen-bund.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2997:demonstration-zum-5-mai-forderung-nach-teilhabegesetz

https://www.aktion-mensch.de/blog/beitraege/wer-kaempft-soll-auch-feiern/

Bilder von Demo

http://gesellschaftsbilder.de/gallery/Europäischer-Protesttag-für-die-Gleichstellung-von-behinderten-Menschen-2016/43/page1/

https://plus.google.com/photos/112375394418789268014/albums/6280857510543491345