BAT-Stellungnahme zum Entwurf einer Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2

Mit der Stellungnahme des BATs setzt sich dieser dafür ein, dass der Anspruch auf bevorzugte Berücksichtigung bei der Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 auch für taubblinde Menschen gilt. Darüber hinaus wird vom Verband die Zugänglichkeit der Impfzentren sowie eine barrierefreie Terminvergabe gefordert. 

Wie bekannt, gibt es bei der Impfung gegen das Coronavirus hohe Risikopersonengruppen, die priorisiert werden. Diese Personengruppen erhalten somit die Impfung früher als andere. Wir möchten, dass auch Taubblinde und Taubblindenassistenten (TBA) unter diese priorisierten Personengruppen fallen, da wir in der Kommunikation im engen Körperkontakt zueinander stehen und den Mindestabstand nicht einhalten können. Die Coronapandemie hat in der letzten Zeit viele taubblinde Menschen dazu gezwungen, Zuhause zu bleiben. Diese Isolation war sehr hart für die betroffenen Personen. Sie können nicht ständig Zuhause bleiben, sondern müssen sich in der Gesellschaft fortbewegen und dafür sind TBA unverzichtbar.

Wir fordern, dass Taubblinde sowie ihre TBA die Impfung schneller erhalten und dass beide zu der ersten Priorisierungsgruppe gezählt werden. Ärzte und Pfleger haben ein hohes Ansteckungsrisiko. Dies gilt auch für TBA. Sie sind in ihrer täglichen Arbeit nahem Körperkontakt ausgesetzt und haben somit ebenfalls ein erhöhtes Ansteckungsrisiko.

Deswegen gehen wir mit dem DGB e.V. und DBSV e.V. mit, dass diese Forderung in die Stellungnahme aufgenommen werden sollte. Auch der Deutsche Gehörlosenverband (DGB) sowie der Deutsche Blindenverband (DBSV) stellen Forderungen auf, die wir unterstützen.

BAT-Vorstand

Stellungnahme in PDF

European Deafblind Union EDbU – Bericht

European Deafblind Union EDbU – Bericht von Dieter Zelle (BAT e.V.)
über die 6. Generalversammlung vom 3.-6. Juni 2019 in Budapest – in PDF und DOC zu lesen.

Wir danken dem Bundesministerium für die finanzielle Unterstützung der GSD und TBA. Ohne diese wäre eine Teilnahme nicht möglich gewesen.





Offener Brief – Gebärdenspracheinblendungen im Fernsehen

Hörsehbehinderte Menschen: Gebärdenspracheinblendungen in den Medien zur Vermeidung des Informationsdefizites vereinheitlichen

Ausgelöst durch die Corona-Pandemie haben Proteste von tauben und hörbehinderten Menschen zugenommen, um die Umsetzung ihres in der UN-Konvention der Behinderten verankertes Recht auf Information in Gebärdensprache einzufordern.

Hörsehbehinderte Menschen mit zusätzlicher Einschränkung des Sehsinns stoßen dabei alltäglich auf zusätzliche Barrieren, deren Abbau gerade in der jetzigen Situation besondere Beachtung geschenkt werden muss, um Informationsdefizite zu verringern.

Aktuell ist eine Zunahme von Einblendungen von Dolmetschern mit Speicherung von Beiträgen in den Mediatheken der Fernsehsender zu beobachten.

Diese Entwicklung wird von den Betroffenenverbänden begrüßt und gibt Hoffnung für die Zukunft, jedoch sind archivierte Sendungen nicht ausreichend, um dem aktuellen Informationsbedarf der genannten Personengruppe nachzukommen. Es wäre wünschenswert, dass aktuelle Ansprachen von offiziellen Vertretern der Bundesregierung wie der Bundeskanzlerin oder dem Bundespräsidenten, aber auch von Vertretern anderer öffentlicher Stellen wie dem Robert-Koch-Institut verstärkt live im Fernsehen gedolmetscht werden, um z.B. auch Menschen zu erreichen, die wenig Zugang zum Internet haben.

Bei Live-Einblendungen von Dolmetschern, die im Fernsehen übertragen werden besteht die dringende Notwendigkeit von dunklem und einfarbigem Hintergrund ohne Einblendung von zusätzlicher Schrift im Bild hinter dem Dolmetscher.

Die Einhaltung dieser Punkte ist ebenso ein Gewinn für taube Menschen und führt dazu, dass mehr Menschen Informationen zugänglich gemacht werden sowie dazu, dass die Einblendungen angemessen für alle Nutzer ins Bild integriert werden.

BAT-Vorstand

Workshops „Yoga“ in Erfurt

Liebe BAT-Interessierte,

wir bieten wieder ein Seminar mit der Yogalehrerin Betty Schätzchen an. Sie selber ist auch hörbehindert.
Das Seminar findet vom 30.10.2020 bis zum 1.11.2020 in Erfurt statt. Der Workshop ist für Anfänger und Fortgeschrittene, man braucht keine Vorkenntnisse!

Das Thema dieses Seminares ist:
„Neue Lebensphase = Anderer Körper?“
– Krisen, Wechseljahre, Krankheit, Konflikte können unseren Körper verändern.
– Gewichtszunahme, Hautprobleme und andere Veränderungen am Körper können uns auch seelisch aus dem Gleichgewicht bringen.
– Wie schaffen wir es trotzdem, unseren Körper anzunehmen, so wie er ist?
– Wie können wir mehr auf uns achten?
– Wie schaffen wir ein besseres Verständnis und Körperwohl in den einzelnen Lebensphasen?

Ort: Bildungs- und Begegnungsstätte „Am Luisenpark“
Winzerstraße 21, 99094 Erfurt
www.lebenshilfe-erfurt.de

Wegen des Corona-Virus gibt es besondere Regeln während der Veranstaltung. Jeder muss einen Mundschutz tragen und 2 Meter Abstand zu den anderen halten. Alle sollen auf angemessene Hygiene, wie Händewaschen, achten. Wenn die Veranstaltung wegen Corona ausfällt, bekommt ihr euer Geld zurück. Wenn ihr krank werdet, bekommt ihr das Geld nicht zurück.

Workshopankündigung in DOC und PDF
Anmeldung in DOC und PDF
Information über das Workshop in DOC und PDF

Gemeinschafts-Projekt „Tipps zum Tragen und Waschen von Masken“

In einem gemeinsamen Projekt haben wir Tipps zum Tragen und Waschen von Masken speziell für TBA und TBL zusammengestellt. Die DGfT hat mit dem EUTB ®-Fachberater Uwe Zelle dazu auch ein DGS-Video produziert. 

Es wurde das Projekt von der Aktion Mensch gefördert. Die Organisationen waren mitgewirkt:

  • Bundesarbeitsgemeinschaft für Taubblinde (BAT)
  • Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV)
  • Deutsche Gesellschaft für Taubblindheit gGmbH (DGfT)
  • Taubblindenassistenten-Verband e.V. 
  • Leben mit Usher e.V. (LMU)
  • Sitftung Taubblind Leben

    Mehr Informationen zu lesen in der Homepage von Deutsche Gesellschaft für Taubblindheit – hier

Gemeinsame Stellungnahme zum TBA-Kostensatz

Gemeinsame Stellungnahme

zum Schreiben des TBA-Verbandes vom 18.12.2019 mit dem Betreff „Kostensätze Taubblindenassistenz (TBA)“

Der TBA-Verband schreibt in seinem Brief: „Die Vergütung wird geregelt nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG) §9 (3) in der Ausführung gemäß Kommunikationshilfeverordnung (KHV) §5 (3). Die KHV §5 (3) sieht eine Bezahlung von 75% der Vergütung nach JVEG vor, wenn die Kommunikation von Taubblindenassistenz als Kommunikationsassistenz mit einer nachgewiesenen abgeschlossenen Qualifizierung geleistet wird. Die Grundlage dazu bildet §9 des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG).“ 

Der TBA-Verband fordert also künftig ein Honorar für simultanes Dolmetschen mit nicht zertifizierter Qualifikation bei Gerichts- und Verwaltungsverfahren. Die Qualifizierung zur Taubblindenassistenz nach dem Profil des gemeinsamen Fachausschusses hörsehbehindert / taubblind (GFTB) befähigt aber nicht zum simultanen Dolmetschen. Die Gefahr ist: Taubblindenassistenzen sollen künftig Leistungen erbringen, die sie nicht erbringen können.

Die Qualifikation von TBAs ist bisher für Begleitung mit alltäglicher Kommunikation. Taubblinde Menschen brauchen auch Dolmetschen beim Arzt, bei Gesprächen auf dem Amt und bei Vorträgen. Dieses Dolmetschen können aber nur manche TBAs.

Aus unserer langjährigen Erfahrung in der Vereinsarbeit, zum Beispiel  bei der Organisation der Aktionen zum Thema „Taubblinde in Isolationshaft“, sind wir der Meinung, dass die vom TBA-Verband angestrebte Kostenregelung und deren Begründung große Risiken beinhaltet.
Einfache Assistenz für taubblinde Menschen auf dem Niveau des GFTB-Profils muss deutlich günstiger möglich sein als Dolmetschleistungen. Sie muss auch für Menschen bezahlbar bleiben, die keinen Anspruch auf Eingliederungshilfe haben, zum Beispiel vergleichbar mit der Assistenz für körperbehinderte Menschen.
Wir taubblinden und hörsehbehinderten Menschen wissen, was Isolation bedeutet und sind in großer Sorge und es herrscht große Unsicherheit.

Wir fordern eine Regelung, in der Aufgaben und Qualifikation von Taubblindenassistenzen besser unterschieden sind:

  • Begleitung und Alltagskommunikation
  • Assistenz mit Kommunikationsunterstützung auf Dolmetsch-Niveau

Für diese beiden Bereiche müssen eigene Qualifikationsprofile und Ausbildungen entwickelt werden mit passenden Honorarstufen.
Wir rufen die Verbände im Taubblindenbereich und die Politik auf, die TBA-Qualifizierung in solchen Stufen weiterzuentwickeln.

Gemeinsame Stellungnahme zum TBA-Kostensatz in Word – herunterladen


Qualifizierung zur Taubblinden-Assistenz 2018/2019

Ab September 2018 wird vom Förderverein für hör- und hörsehbehinderte Menschen in Recklinghausen zum 9. Mal eine Qualifizierung zum/zur Taubblinden-Assistenten/in angeboten.
Ziel der Qualifizierung ist, AssistentInnen mit umfassenden taubblinden-spezifischen Kompetenzen zu qualifizieren und langfristig ein neues Berufsfeld zu schaffen. Bei erfolgreichem Abschluss der Qualifizierung erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat. Damit können sie ihre Assistenztätigkeit abrechnen. (mehr …)

Seminar – Wie kann ich mit Stress umgehen?

Von BAT e.V. bieten wir wieder ein Seminar von 21.9.-23.9. 2018 in Hannover an. Das Thema lautet: Wie kann ich mit Stress umgehen? mit Frau Rißbeck.

Die Anmeldung ist auch beigefügt, und wir freuen uns, dass Ihr zu uns kommen können.

Anmeldung in DOC
Seminarankündigung in DOC